Hilfe:Referenzen

Auf dieser Seite befinden sich Informationen über die Referenzen in Wiktionary-Einträgen.

Was sind Referenzen?

Referenzen werden im Wiktionary Verweise auf Webseiten oder auf Literatur genannt, mithilfe derer sich nachweisen lässt, dass ein Wort eine bestimmte Bedeutung hat. Infrage kommende Internetseiten, für die schon Vorlagen für die Verlinkung erstellt wurden, sind hier für verschiedene Sprachen zusammengestellt. Es ist jedoch auch möglich, eine Bedeutung mit anderen Seiten nachzuweisen, die Angaben zur Bedeutung machen (siehe die Referenzen bei askriptiv oder die für Bedeutung [2] bei Vorglühen). In jeder Formatvorlage, in der Referenzen nötig sind, sind die Standardreferenzen für die jeweilige Sprache und Wortart bereits vorhanden.
Die Literaturliste beinhaltet eine große Auswahl an (gedruckten) Werken, mit denen Bedeutungen belegt werden können. Dort wird auch erklärt, wie man ein schon vorhandenes Werk in den Einträgen verlinkt und wie neue Titel zur Literaturliste hinzugefügt werden können.
jonas und louis Nicht immer wird scharf genug zwischen den Referenzen und den Belegstellen differenziert. Im Gegensatz zu Referenzen sind Belegstellen Zitate, mit denen man zunächst die Existenz eines Wortes, möglicherweise aber auch seinen Gebrauch oder andere spezielle Merkmale nachweisen kann (siehe zum Beispiel die Anmerkung zur Deklination von Hirsch). In erster Linie geht es hier also nicht um den Nachweis einer bestimmten Bedeutung. Dennoch hat es sich eingebürgert, dass eine Bedeutung, für die sich keine Referenz finden lässt, mit einer hinreichenden Anzahl an Belegstellen, die das Wort in der infrage stehenden Bedeutung benutzen, nachgewiesen werden kann. Dieser Art des Nachweises hat man sich bei Bedeutung [3] von Charakteristik bedient. Auf diese Weise können neue, hinreichend verbreitete Entwicklungen in der Sprache frühzeitig dokumentiert werden, noch bevor sie in anderen Online- oder gedruckten Wörterbüchern Eingang gefunden haben.

Warum braucht ein Eintrag Referenzen und was passiert, wenn keine vorhanden sind?

Wie eingangs erwähnt brauchen wir Referenzen, um den Lesern und anderen Autoren die Gewissheit zu geben, dass die angegebenen Bedeutungen oder gar das Wort selbst nicht der Fantasie eines Einzelnen entsprungen sind und nur Bestandteil seines Idiolekts sind, sondern eine weitere Verbreitung haben oder hatten. Dies zeigt sich daran, dass schon andere Wörterbücher entsprechende Angaben enthalten, auf die man sich stützen kann, oder dass das Wort (in einer bestimmten Bedeutung) vermehrt in zitierbaren Sätzen gebraucht wird. Etwas plakativ könnte man somit sagen, dass Referenzen sicherstellen sollen, dass kein kompletter Blödsinn im Wiktionary steht.

Wenn ein Wort oder eine Bedeutung unbelegt sind, sollte derjenige, der dies entdeckt, zunächst in den zur Verfügung stehenden Quellen nach passenden Referenzen suchen. Bleibt die Suche ergebnislos, ist der nächste Schritt die Markierung des Eintrags mit dem Baustein „keine Belegstelle“ (Näheres dazu hier). Wie der Baustein schon selbst sagt, muss dann der Eintrag auf der Liste der Löschkandidaten eingetragen werden. Da fast alle Benutzer diese Seite frequentieren, werden viel mehr Leute auf den Mangel an Referenzen aufmerksam und können gegebenenfalls ihren eigenen Buchbestand zu Rate ziehen oder sich selbst noch einmal im Netz auf die Suche nach Referenzen oder wenigstens Belegstellen machen. In vielen Fällen gelingt es so, die Nachweislage wesentlich zu verbessern. Der Zeitraum, in dem ein Eintrag auf der Löschkandidatenliste verweilt, übersteigt die im dortigen Eingangstext genannten zwei bis vier Wochen de facto erheblich. Es ist also viel Zeit zum Suchen da.
Sollte es auch nach dieser langen Zeit nicht gelungen sein, die erforderlichen Belege zu erbringen, wird das Unbelegte gelöscht. Wenn es nur eine Bedeutung ist, wird sie aus dem Eintrag entfernt; handelt es sich um ein ganzes Wort, wird der gesamte Eintrag gelöscht. Das heißt aber nicht, dass das Wort oder die Bedeutung nie mehr wieder ins Wiktionary eingetragen werden darf. Sollte sich die Beleglage zum Positiven verändern, spricht nichts dagegen, einen gelöschten Eintrag neu anzulegen oder wiederherstellen zu lassen sowie die getilgte Bedeutung mit Belegen wieder einzufügen.

Referenzen im Eintrag

Im Folgenden wird auf Verschiedenes eingegangen, was man über Referenzen als Bestandteil eines Eintrags wissen sollte.

Position der Referenzen in der Formatvorlage

Die Referenzen gehören zum „Übersetzungsabschnitt“ und stehen in der Formatvorlage in den meisten Fällen unterhalb der Übersetzungen. Wo eine Dialekttabelle vorhanden ist, folgen sie auf diese. Oftmals kommen nach den Referenzen Nachweise, Navigationsleisten oder Ähnlichkeiten.
In Einträgen, die mehrere Unterabschnitte aufweisen (beispielsweise Funk, Moos, scheren, wahrlich), bekommt jeder Abschnitt seine eigenen Referenzen.

Referenzen einfügen

Vorlage:Referenzen

Die Referenzen werden unter der Überschrift

Referenzen und weiterführende Informationen:


gesammelt, die mit der Eingabe {{Referenzen}} eingefügt wird und die auf die schon angesprochene Seite Wiktionary:Referenzen linkt. Unter die „weiterführenden Informationen“, die die Vorlage erwähnt, fallen in deutschen Einträgen vielfach die Seiten UniLeipzig und Canoo. Deren Inhalte lassen sich überwiegend keiner Bedeutung zuordnen (wie bei Schlitz), Canoo stellt jedoch unter anderem Informationen zur Deklination bereit und UniLeipzig kann mit vielen Zitaten aus den Medien aufwarten. Auch auf Wiktionary-Verzeichnisse kann an dieser Stelle verlinkt werden.
Weitere Referenzen werden mittels der auf Wiktionary:Referenzen oder in der Literaturliste angegebenen Vorlagen hinzugefügt. Der Verweis auf Inhalte im Internet wird in den nachfolgenden Abschnitten jeweils für Webseiten und Literatur dargestellt.

Formatierung

Webseiten

Wurden die Referenzen mit der Formatvorlage eingefügt, sind sie anfangs alle der Bedeutung [1] zugeordnet:

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Marmor
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Marmor
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Marmor
[1] früher auch bei canoonet „Marmor“
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMarmor

Der nächste Schritt ist die Prüfung der Referenzen. Dazu klickt man auf die Links und ruft die zugehörigen Seiten auf. Wenn dort keine Ergebnisse angezeigt werden, weil die Seite das angegebene Wort nicht kennt (Beispiel 1, Beispiel 2, Beispiel 3, Beispiel 4, Beispiel 5), wird dieser tote Link aus dem Eintrag entfernt. Bei den verbleibenden Belegen müssen nun die Angaben mit den Bedeutungen im Wiktionary-Eintrag abgeglichen werden. Die Nummern derjenigen Bedeutungen, die sich bei der Referenz finden, werden vor dem Link vermerkt:

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Marmor
[1, 3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Marmor
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Marmor
[1] früher auch bei canoonet „Marmor“
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMarmor

Wenn man will, kann man die Referenzen nun in der Reihenfolge der geführten Bedeutungen anordnen:

[1] Wikipedia-Artikel „Marmor
[1] früher auch bei canoonet „Marmor“
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalMarmor
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Marmor
[1, 3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Marmor

Besonders bei älteren Einträgen mit nicht zugeordneten Referenzen hat nicht immer jeder Lust, die bisweilen mühselige Zuordnung vorzunehmen. Damit dieser Zustand dennoch nicht auf unabsehbare Zeit bestehen bleibt, empfiehlt es sich, den Baustein „Referenzen prüfen“ einzufügen (hier mehr dazu), damit andere darauf aufmerksam werden.

Halbgeviertstrich in der Zeile der Sonderzeichen unterhalb des Bearbeitungsfensters

Seit einem Meinungsbild im Jahr 2009 ist es verbindlich, dass zwischen einzelnen, durch Kommata getrennten Nummern ein Leerschritt gemacht wird: [1, 2]. Möglich ist auch der Einsatz des Halbgeviertstrichs: [1–2]. Dies bietet sich vor allem an, wenn es die Bedeutungen [1a], [1b], [1c] usw. gibt. Bei größeren Abständen (wie [1–4], [1–7] oder [2–6]) ist der Halbgeviertstrich der Aufzählung vorzuziehen. Natürlich kann auch beides kombiniert werden: [1, 3, 5–9, 12].
In Fällen, wo der Beleg zwar das Wort kennt, aber keinerlei Aussagen zu Bedeutungen macht, wird statt einer Nummer [*] angegeben:

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] früher auch bei canoonet „Schlitz“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchlitz

Wenn auf andere Webseiten verlinkt wird, sollte auf schon vorhandene Vorlagen für online verfügbare Periodika, die Vorlage Literatur für Artikel in sonstigen online verfügbaren Zeitungen und Zeitschriften oder die Vorlage Internetquelle für alle übrigen Webseiten zurückgegriffen werden.
Ein Beispiel für die Verwendung von Internetquelle:

[2] Vorglühen. Suchtmittel e.V., abgerufen am 2. Oktober 2011.
Literatur

Die Werke, die in der Literaturliste eingetragen sind, verfügen über eine Vorlage, mithilfe derer sie eingebunden werden (zum Beispiel {{Lit-Duden: Rechtschreibung|A=25}}). Es gelten dieselben Regeln für die Gestaltung der Bedeutungsnummerierung wie bei den Online-Referenzen. Das Stichwort, auf das sich die Referenz bezieht, kann in Anführungszeichen („“) hinter der eingebundenen Vorlage vermerkt werden. So erleichtert man den Lesern das Auffinden des Wortes in der Quelle, falls diese dort nachschlagen wollen. Die Seiten- oder Spaltenzahl sollte aus diesem Grunde stets angegeben werden. Mögliche Varianten:

Mit Komma
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5, „Kotorinde“, Seite 649
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5, „Kotorinde“, S. 649
Mit Doppelpunkt
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5: „Kotorinde“, Seite 649
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5: „Kotorinde“, S. 649
Ohne trennendes Zeichen
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5 „Kotorinde“, Seite 649
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5 „Kotorinde“, S. 649

Wenn bei einem Stichwort Angaben zu anderen einem Wort gemacht werden, kann dies folgendermaßen deutlich gemacht werden (aus dem Eintrag Alfrad):

[1] Ferdinand Khull: Deutsches Namenbüchlein. Ein Hausbuch zur Mehrung des Verständnisses unserer heimischen Vornamen und zur Förderung deutscher Namengebung bearbeitet von Ferdinand Khull. In: Verdeutschungsbücher des allgemeinen deutschen Sprachvereins. 1. Auflage. IV. Band, Verlag von Ferdinand Hirt & Sohn, Leipzig 1891, unter „Alberad“, S. 30

Per Google-Buchsuche lassen sich mittlerweile viele alte Bücher für das Wiktionary nutzbar machen. Die Angabe dort gefundener Werke wird mit der Vorlage Literatur realisiert:

[1] Ernst Ludwig Rochholz: Schweizersagen aus dem Aargau. Gesammelt und erläutert von Ernst Ludwig Rochholz. Erster Band, H. R. Sauerländer, Aarau 1856, Seite 191 (Online, abgerufen am 2. Oktober 2011)
[1] Johann Georg Kohl: Reisen in Südrußland. Erster Theil, Arnoldische Buchhandlung, Dresden/Leipzig 1841, Seite 70 (Online, abgerufen am 2. Oktober 2011)